
Kreuzschmerzen. Verspannungen. Hexenschuss. Bandscheibe – oder: «Ich habe Rücken.» Fast jeder Mensch ist im Leben mindestens ein Mal davon betroffen. Ich auch – trotz (und manchmal wegen) meiner Begeisterung für Training. Und das Gemeine ist: Rückenschmerz fühlt sich oft sehr eindeutig an, ist aber in vielen Fällen unspezifisch. Heisst: Man findet trotz Untersuchungen keine klare „eine“ Ursache. Das ist frustrierend – für Sie, und manchmal auch für sehr gute Ärztinnen und Ärzte.
Die gute Nachricht: Unspezifisch bedeutet nicht „eingebildet“. Es bedeutet meist: Der Rücken ist nicht kaputt – er ist überlastet, unterversorgt oder falsch organisiert. Und genau da können wir ansetzen.
Die Anatomie des Menschen ist auf Bewegung ausgerichtet
Der Körper ist ein Bewegungsapparat. Punkt. Nur leben viele von uns wie Museumsstücke: viel Sitzen, wenig Abwechslung. Vorne eingeklappt, oben fest, unten „irgendwie“. Dazu der Weg zur Arbeit im Sitzen, Freizeit im Sitzen, und das Smartphone als täglicher Nacken-Test.
Das Problem ist nicht der Bürostuhl. Das Problem ist: zu lange das Gleiche. Der Körper liebt Variation – Positionswechsel, Lastwechsel, Rhythmus. Fehlt das, kompensiert er mit Haltespannung. Und irgendwann meldet sich der Rücken wie ein genervter Mitbewohner: „Ich trage hier alles – ich hätte gerne auch mal eine Pause.“
Sitzen – das neue Rauchen?
Der Spruch ist plakativ, aber die Richtung stimmt: Dauersitzen ist für den Körper keine Wohlfühlzone. Typische Folgen, die ich im Training ständig sehe:
- Die Bauchmuskulatur „schaltet runter“, der Rücken übernimmt mehr Haltearbeit.
- Bandscheiben werden einseitig belastet, Wechselbelastung und Durchblutung fehlen.
- Brustkorb wird unbeweglicher, die Atmung flacher – der ganze Oberkörper wird starrer.
- Nacken und Schultergürtel machen Dauerüberstunden.
- Kreislauf und Stoffwechsel bekommen zu wenig „Antrieb“.
Am Ende leidet der ganze Stütz- und Bewegungsapparat. Nicht dramatisch über Nacht – aber hartnäckig über Monate und Jahre.
iHunch, Smartphonehöcker & Nackenschmerzen: nicht Panik – sondern klug reagieren
Ja, das nimmt zu. Aber bitte ohne Haltungshysterie. Es geht nicht darum, sich den ganzen Tag militärisch „gerade“ zu ziehen. Das macht oft nur noch mehr Spannung.
Die bessere Lösung ist einfacher (und alltagstauglich): Haltung variieren. Häufig. Kurz aufstehen. Schultergürtel bewegen. Brustkorb öffnen. Drei ruhige Atemzüge. Handy mal tiefer halten oder näher ans Gesicht, statt den Kopf nach unten zu ziehen. Kleine Dinge, grosse Wirkung.
Die Zauberformel: nicht schonen – sondern dosiert bewegen
Viele denken bei Rückenschmerz: „Dann lieber ruhig halten.“ Heute gilt in den meisten Fällen: sanft weiterbewegen. Nicht ignorieren, nicht „durchdrücken“, sondern klug dosieren.
Denn Bewegung ist nicht nur Muskelarbeit. Bewegung ist auch eine Botschaft ans Nervensystem: „Du darfst. Du kannst. Es ist sicher.“ Und wenn das Nervensystem Sicherheit spürt, lässt es oft auch Spannung los.
Rückentraining ist mehr als ein Training des Rückens
Ein gutes Rückentraining ist kein „ein paar Übungen und fertig“. Es ist ein Zusammenspiel aus:
- Kraft und Stabilität (tiefe und oberflächliche Muskulatur)
- Koordination und Gleichgewicht
- Beweglichkeit (als Fähigkeit, nicht als Zirkusnummer)
- Ausdauer und Durchblutung
- Körperwahrnehmung
- Entspannung und Regulation
Und ja: Neue Bewegungsmuster müssen gelernt werden. Viele Alltagsbewegungen laufen automatisch ab – bis sie irgendwann nicht mehr gut funktionieren. Dann brauchen wir nicht mehr Härte, sondern mehr Qualität.
So arbeite ich: Ursachen finden statt Symptome platt machen
Meine Arbeit basiert auf funktioneller Anatomie und Biomechanik – und auf einem tiefen Verständnis für Atmung und Nervensystem. Seit vielen Jahren schule ich mein Auge für Technik und Bewegungsanalyse. Dieses Wissen fliesst in jedes persönliche 1:1-Training ein.
Heisst konkret: Ich achte nicht nur auf „Übung gemacht“, sondern auf die entscheidenden Details: Beckenstellung, Rippenposition, Belastungslinie, Atemrhythmus, Kompensationen. Oft sind es kleine Korrekturen, die den Rücken plötzlich „leichter“ machen.
Und genauso wichtig: Bewegung soll sich lebendig und natürlich anfühlen. Ich gestalte kreative Trainings, die fordern, ohne zu überfordern – damit Bewegungsfreude wieder Platz bekommt.
Was ein ganzheitliches Rückentraining bei mir beinhaltet
- Gezieltes Muskeltraining (tief + oberflächlich, funktionell statt isoliert um jeden Preis)
- Haltung & Alltagsstrategie (rückenschonend UND lebendig – kein starres „Brust raus“-Theater)
- Koordination & Gleichgewicht (damit Stabilität auch unter Bewegung hält)
- Körperwahrnehmung (weil man nicht steuern kann, was man nicht spürt)
- Beweglichkeit (als Fähigkeit, nicht als „ich kann den Boden anfassen“-Wettbewerb)
- Ausdauer (der Rücken liebt Durchblutung und Rhythmus)
- Entspannung / Regulation (Nervensystem runterfahren = Spannung runterfahren)
Es gibt also etwas zu tun. Mit „drei Übungen von Instagram“ ist es selten getan. Dafür machen wir es richtig: ganzheitlich, strukturiert, kontrolliert – und mit einem Trainingsplan, der zu Ihrem Leben passt.
Rückentraining mit Spass – und mit Verstand
Es braucht eine erfahrene, fachkompetente Personal Trainerin an Ihrer Seite, die individuell betreut – und bei der Sie offen über Ihr „Zwicken“ sprechen können. Denn dann wird Training nicht zum Rätselraten, sondern zum Prozess: Wir passen Übungen, Intensität und Methode laufend an.
Sie spüren, was gut tut, was „nur ungewohnt“ ist und was wirklich angepasst werden muss (auch im Alltag). Regelmässig, aber nicht kopflos – und das Körperverständnis wächst. Training ist mehr als „Hanteln stemmen“. Ihre Körperhaltung, Körpersprache und Belastbarkeit verändern sich – und oft kommt etwas zurück, das vielen fehlt: Vertrauen in den eigenen Körper.
Ihre Gesundheit in besten Händen
Mein Rückentraining ist gesundheitsorientiert, achtsam und klar strukturiert – aber nicht nach Schema F. Es basiert auf funktioneller Anatomie und Biomechanik sowie einem tiefen Verständnis für Atmung und Nervensystem. Genau diese Kombination macht den Unterschied: Wir trainieren nicht einfach „mehr“, sondern gezielter.
Ich arbeite mit einem geschulten Blick für Technik und Bewegungsanalyse. Schon kleine Details – Beckenstellung, Rippenposition, Atemrhythmus, Belastungslinie – entscheiden darüber, ob ein Training langfristig förderlich ist. Darum ist jedes Training kontrolliert aufgebaut, mit rückenschonenden Bewegungen und alltagstauglichen, funktionellen Übungen.
Ein technisch sauberes Training darf fordernd sein – ja, es kann richtig anstrengend werden. Gleichzeitig bleibt es sicher und sinnvoll dosiert: Wir fordern, ohne zu überfordern. So entstehen Stabilität, Kraft und Wohlbefinden – und Bewegung fühlt sich wieder lebendig und natürlich an.
Warten Sie nicht, und machen Sie den ersten Schritt – den zweiten gehen wir gemeinsam.
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Personal Trainerin mit Kopf, Herz & Hand
Artikel ursprünglich verfasst am 01. Juli 2023, zuletzt überarbeitet am 28.01.2026
