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Fitness durch Gelassenheit: Wohlfühlorientiert statt perfektionistisch trainieren

Wohlfühlorientiertsein

Weniger Druck, mehr Bewegung: In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie mit Gelassenheit, persönlichen Motto-Zielen und alltagstauglichen Ritualen fitter werden – ganz ohne Fitnessdogma.


Regelmässiges Training muss nicht bedeuten: «Ich gehe drei Mal die Woche mindestens 90 Minuten ins Fitnessstudio.» Vergessen Sie diesen Vorsatz getrost. Er klingt zwar gut, aber im Alltag klappt er selten. Werden Sie einfach aktiv – in kleinen, realistischen Schritten. Ich zeige Ihnen, wie einfach das sein kann.

Leuchten Sie von innen – erstellen Sie Ihr «Motto-Ziel»

Eine Stammkundin von mir, nennen wir sie Karin, «knackte die Nuss» nach Jahren der Bewegungsunlust. Sie schaffte es tatsächlich, sich «unregelmässig» mehr zu bewegen. Immer mit einem Lächeln. Stets mit strahlenden Augen. Immer voller Zufriedenheit. Manchmal bewegt sich Karin jeden Tag, dann wieder nur jeden zweiten oder dritten.

Wie geht denn das? Kein Problem: Wir fanden gemeinsam einen Satz, der sie antreibt. Einen so genannten Glaubenssatz. Für Karin heisst er:

«Ich gönne meinem Körper jugendliche Vitalität.»

Dieser Satz steht gross an Karins Spiegel. Seither liest sie jeden Morgen: «Ich gönne meinem Körper jugendliche Vitalität.» Und sie liest jeden Abend: «Ich gönne meinem Körper jugendliche Vitalität.» Das funktioniert. Karin hält jetzt ihr Wunschgewicht, freut sich über ihre neue Ernährungsweise. Und: Karin bewegt sich mehr, als sie eigentlich wollte.

Warum? Das Gehirn braucht positive Affekte, positive Bilder. Dann kann man sich bewegen, dabei gute Stimmung erleben und plötzlich geht alles wie von selbst.

Vereinbaren Sie Termine mit sich selbst

Nehmen Sie Ihre Agenda und machen Sie mit sich selbst ein Date ab. Prüfen Sie, wo es möglich ist, sich «Ihre Stunde» zu reservieren. Ausfallen lassen können Sie diese immer noch – zum Beispiel, wenn Ihnen an diesem Tag eine andere Tätigkeit besser tut.

Morgenstund hat Gold im Mund

Meine wertvollste Stunde finde ich am Morgen. Ich liebe meine Morgenrituale. Das ist allerdings nicht ganz einfach, seit ich Mutter bin. Dennoch: Am Morgen ist meine Welt noch in Ordnung und die Luft schmeckt wie frisch gepresst.

Mein Glaubenssatz heisst darum: «Ich atme mein Glück.»

Wenn ich also am Morgen schon aktiv war, lasse ich mir diesen gesunden Start in den Tag nicht mehr kaputt machen. Ich esse mein Müesli mit Genuss, trinke eine Tasse Grüntee und geniesse meine positiven Gedanken. Das sind die gesunden Nebenwirkungen meines Morgenrituals. Für mich entsteht das Gefühl: Ich nehme mein Leben in die Hand.

Also: Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand. Es lohnt sich. Probieren Sie es aus.

Training sausen lassen!

Sie dürfen mutig sein. Ich finde es in Ordnung, einmal ein Training sausen zu lassen. Das gibt einem die nötige Flexibilität für andere Dinge. Zum Beispiel frühstücken mit guten Freunden oder einmal so richtig lange ausschlafen.

Ich selber nehme mir vor, ein bis drei Mal wöchentlich ein Training zu absolvieren. Das klappt oft ein Mal, meist aber bis zu fünf Mal. Trotzdem ertappe ich mich manchmal beim Gedanken: «Ich muss doch jetzt wollen.» «Jetzt habe ich Zeit.» Zeit habe ich deshalb, weil sich der beste Ehemann um unseren Sohn kümmert. Aber es ist wie verhext: Genau in solchen Momenten bin ich schlicht zu müde und kann mich beim besten Willen nicht motivieren. Ich kann mich nicht aufraffen.

Schaffe ich es trotzdem, dann ziehe ich die Turnschuhe an, trainiere 30 Minuten und trabe dann wieder nach Hause. Super. Die Motivation hat mich doch gepackt. Gut, habe ich es probiert. Denn – oh Wunder – am nächsten Tag ist mein Akku voll und ich freue mich aufs Training.

Anfänglich war ich erstaunt über meine Leistungsfähigkeit. Mittlerweile gelingt mir vieles einfacher und gelassener.

Gelassenheit

Gelassenheit ist ebenfalls ein Zauberwort. Bin ich gelassen, nehme ich Druck weg. Ich lasse eine gewisse Flexibilität zu. Und so vermittelt jedes Training positive Gefühle. Ich vertraue mir und meinem Körper.

Zugegeben: Es braucht Mut, einfach einmal «wohlfühlorientiert» zu sein. Wohlfühlorientiert? Andere sagen dem Faulsein. Wenn ich Tage zuvor nur so vor Energie strotze, bekommt das Wohlfühlorientiertsein – oder eben die Faulheit – eine ganz besondere Note. Es hat Platz dafür.

Das «belegt» auch eine Studie der Universität Kopenhagen. Sie zeigt Erstaunliches: Will jemand abnehmen, ist es ziemlich egal, wie seine Sporteinheit aussieht – und ob sie überhaupt wie eine klassische Sporteinheit aussieht. Studienteilnehmer, die während zwölf Wochen täglich ein 30-minütiges Ausdauertraining absolvierten, nahmen durchschnittlich ein halbes Kilo mehr ab als Probanden, die doppelt so lange trainierten.

Erstaunlich: Die Teilnehmer, die nur 30 Minuten am Tag trainiert hatten, waren für den Rest des Tages frischer und aktiver – und sie verbrannten über 24 Stunden schlichtweg mehr Kalorien als die Teilnehmer, die zwar während der Sporteinheit mehr herausholten, für den Rest des Tages aber platt waren und weniger Energie hatten.

Ich meine: Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag, gönnen Sie sich jugendliche Vitalität – und geniessen Sie ab und zu auch das «Wohlfühlorientiertsein». 🙂 

 

Personal Trainerin mit Kopf, Herz & Hand

 

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema und versteht sich als allgemeine Gesundheitsinformation. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht das fachliche Urteil einer Ärztin oder eines Arztes. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an medizinische Fachpersonen oder lass Dich in einer Apotheke beraten.

Artikel ursprünglich verfasst im Jahr 2014, zuletzt überarbeitet am 9. Dezember 2025.

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